Beleg des Monats – Juli 2024

Seltener Registrierungsstempel auf Einschreibbrief Zettlitz-Bamberg (1839)

Dieser am 18.1.1839 als Einschreiben in Zettlitz aufgebene Brief zeigt in der rechten oberen Ecke einen sehr seltenen Rahmenstempel mit der Nummer, unter der das Einschreiben in das Manual eingetragen wurde. Friedrich Pietz schreibt im Attest zu diesem Beleg: „Der ’stumme‘ Rahmenstempel ist bisher nur von der k.b. Postexpedition Zettlitz bekannt. …“. Es wäre natürlich toll, hierzu ein Beispiel eines Einschreib-Manuals aus dieser Zeit zeigen zu können, idealerweise aus Zettlitz. Quelle der Abbildung: Auktionskatalog Fischer (Nürnberg)

Beleg des Monats – Oktober 2023

Markenfrankiertes Thurn und Taxis Telegramm (1861)

Frankierte Telegramme bzw. Telegramm-Umschläge der Altdeutschen Staaten gehören zu den begehrtesten Belegen der jeweiligen Gebiete und sind optisch äußerst attraktiv. Der gezeigte Umschlag gehört zu einem Telegramm, das am 16.11.1861 in Weimar aufgegeben wurde und nach Blankenhain übermittelt wurde. (Quelle der Abbildung: Auktionskatalog Rauhut & Kruschel)

Beleg des Monats – Juli 2023

Postkarte Bad Aibling – Prag und retour (1901)

In einer postgeschichtlichen Sammlung tragen sogenannte Retour-Belege zur Vielfalt bei. Gründe für eine Retournierung sind z.B., dass der Empfänger nicht gefunden werden kann oder verstorben ist. Hier ein Beispiel, bei dem eine unterfrankierte Postkarte von Bad Aibling nach Prag versendet wurde und der Empfänger dann die Annahme verweigerte, wohl wegen der verlangten 6 Heller Nachporto. Am Ende hat das den Kartenaufgeber 15 Kreuzer gekostet. Ein sicherlich nicht alltäglicher Retour-Beleg. (Quelle der Abbildung: Harlos Auktionskatalog)

Beleg des Monats – Dezember 2021

Ein Weihnachtspaket in schwierigen Zeiten

Begleitbrief für ein Paket (= Vorläufer der Paketkarte); aufgegeben von einem Soldaten am Heiligen Abend in Münchenbernsdorf und am 25.12.1870 einem Soldaten in Weimar zugestellt. Handschriftliche Vermerke „Feldpostbrief“ und „Soldatenbrief eigene Angelegenheit des Empfängers“. Im philatelistischen Sinn übrigens keine eigentliche Feldpostsache, da Sendung „Heimat-Heimat“ und die eigenständige Institution Feldpost nirgendwo tangiert war.

Beleg des Monats – Februar 2026

Brief von Hamburg nach Kopenhagen vom 27.3.1868

Dieser Brief, der am 27.3.1868 in Hamburg aufgegeben wurde und nach Kopenhagen adressiert ist, stammt aus der Zeit nach dem Ende der Stadtpost am 31.12.1867 und dem Abschluss eines neuen Postvertrages zwischen dem Norddeutschen Postbezirk und Dänemark, der am 1.5.1868 in Kraft trat. Bis zum 30.4.1868 betrug das Briefporto – wie hier zu sehen – 2 Groschen, danach galt ein Sonderporto von 1 1/2 Groschen. Die Seltenheit von Briefen aus dieser kurzen Übergangszeit sollte nicht unterschätzt werden. Quelle der Abbildung: Harlos Auktionskatalog

Beleg des Monats – März 2026

Ozeanbrief von 1926 vom Dampfer Bremen – La Plata

Die Einführung von sogenannten Ozeanbriefen im frühen 20. Jahrhundert war eine der interessantesten technischen Innovationen der damaligen Zeit. Mittels Funk wurden Nachrichten von einem auslaufenden Schiff an ein einlaufendes Schiff übertragen, aufgenommen und an Land als Ozeanbrief aufgegeben. Der hier gezeigte Brief von 1926 enthielt die Nachricht eines Passagiers auf einem Dampfer der Linie Bremen – La Plata, und der Brief ist nach Kiel-Russee adressiert. Quelle der Abbildung: Köhler Auktionskatalog